Rassegna storica del Risorgimento

1859 ; AUSTRIA
anno <1937>   pagina <1566>
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1566 Friedrich Engel von Janosi
bildenden Allianzen bereits Auswege zum Riikzuge von sciner bishe-rigen Politile zu gewinnen sucht, folglicli auch die MoglicKfceit nahe liegt dass Piemont den von Frankreich demgemàss zu erwartenden Rath-schlàgen zur Nachgiebigkeit gegen Oesterreichs Forderungen mQigea Geh6r leihet, indem es hierin von seinem Standpunkte aus, der Gross-macht gegenùher eine Demutkigung nicht zu erbliken, sich den An-schein geben kann.
Zur Ueberbringung der Sommation naeli Turin wàre, vorzugsweise aus Rtiksicliten fùr den Stand, kein Militar, sondern ein hòherer Civil Beamter durch den Armee Commandanten furzuwànlen.
Was die Bestimmung des Zeitpunktes fur das eventuelle offensive Yorgehen der Armee betrifft, glaubt Gf. v. Buoi, dass deren Comman-dant die hierauf zielenden Yorbereitungen, die Conzentrirung der Streitkràffce in vorgeschobene Positionen gleich jetz beginnen kdnne, eine Massregel, welche abgesehen von ihrer Nùzlichkeit in militàrischer Beziehung, auch der Wirkung des obigen diplomatiselien Schrittes nur fòrdersam sein verde. Graf Gyulai habe aber unmittelbar nach dem Einlangen der Rukantwort aus Turin deren wesentlichen Inìialt oder auch die etwaige Unterlassmig der Erwiderung inuerhalb der bestimm-ten Frist vorerst telegrafiseli hierher anzuzeigen und es wird somit aus Ein oder dem Andern da eine innerhalb der 3 Tage stattgefun-dene Verstàndigung zwischen Sardinien und Frankreich unfehlbar vorausgesetzt werden muss auch zugleich mit Sicherheit die diplo-matische Entscheidung der Frage gewonnen sein: oh Sardiniens etwai-ger Widerstand gegen unsero Forderung Frankreichs Unterstùtzung finde, oder ob Letzeres, dem Druke Europas weichend, auch Sardinien zur Unterwerfung vis a vis der Oesterr. Sommation vermocht hat. Graf Buoi, welcher ùbrigens das leztere Resultai als das wahrschein-lichere aunehmen zu dùrfen glaubt, sieht souach die Nothwendigkeit nicht ein, die Bestimmung des Momentes zur eventuellen Erdffnung der Feindseligketen der vorherigen A. H. Entscheidung Sr. Majestàt des Kaisers zu entziegen.
Feldzeugmeistcr Fréiherr von Hess glaubt min, Bezug nehmend auf die vom Minister des Aeussern hingestellte Wahrscheinlichkeit des Nachgebens Piemonts, dass die Reduzirung seiner Armee auf den Frie-denssuss durch Beurlaubungen und die zugesagte Auildsung der revolu-tionàren Frei Corps zwar als eine politisene Massregel hingenonimeu werden mOge, solche jedoch eigentlich keine gentigende Garantie aufri-chtiger Friedensabsichtcn darbfithe, weil sxe in so fera von keinem mili-tftrischeu Werthe, sei als beim Vorhandenseyn des, durch die Rustungen