Rassegna storica del Risorgimento
1859 ; AUSTRIA
anno
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1937
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pagina
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1575
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L< Ultimatum, austrìaco del 1859 1575
Bemerkung dea Finanz Ministers, dass die Thatsache des Einmarsckes frauzosicker Truppen in Italien auch Napoleons offene Feindseligkeit konstatire, sofort die Erwiderung derselben durch Oesterreich bcdinge, glaubt Minister Graf Buoi in dieser Ansicht von Sr. Majestàt und dein Minister des Innern unterstuzt. dass besagtes Faktum fiir uns allerdings als mitbestimmender Grand wirken miisse, dessen aber nicht speziell zu erwàhnen sei.
Seine Majestat der Kaiser und sammtlìche Mitglieder der Conferenz spreehen sich sofort fur die ungesàumte Ergreifung der Offensive mit lebhafter Uebereinstimmung aus.
Generaladjtitani F. M. L. Graf v. Griinne nimmt das Wort, um in diesem ernsten Momente einige Fragen zu stellen, die an dem zu fassen-den a. h. Entschlusse zwar nichts andern kònnen und werden, deren moglichst bestimmte Beantwortung jedoch von einer Wichtigkeit ist, die von Niemand unterschazt werden darf. Er erinnert an die in der lezten Conferenz vom 19 *" 1. M. unmittelbar vor dem Beschlusse zur Erlassnng der Sommation an Sardinien vom Herrn Minister des Aeusern dargelegte Ansicht iiber den Stand der Dinge. Graf Bnol sprach an jenem Tage seinen Zweifel aus, dass ein weiteres Widerstre-ben des Turiner Hofes gegen die Forderungen Oesterreichs von Frank-reich noch. untersttìzt werden wurde. Leztere Macht, zn einem grossen und nahen Kjdege wenig vorbereitet, suche offenbar betroffen tìber die fiir Oesterreich. sich allmàlig bildenden Allianzen nur noch Auswege zum Riikzug von ihrer bis dahin befolgten Politik und es liege die Wahrscheinlichkeit nahe, dass Sardinien der, durch den Druk Europas hervorgerufenen Vorstellung seines Verbundeten weichend, sich den von Oesterreich angenommenen Gongressbedingungen fugen werde. Der Minister glaubte iiberzcugt sein zu duxfen, dass wir in betreff Frankreichs es mit einem Gegner zu thun haben, der bereits nachgegeben hat, Und nun befinden wir uns vor einer Gatastrophe, in der Oesterreich, dem mit der Revolution verbundeten Frankreich und Piemont gegentiber, allein steht und wie Graf Buoi vorhin bemerkte, mit aller Wahrscheinlichkeit eher auf noch andere Gegner, als auf Einen Mann auswfirtige Hilfe zShlen miisse. Franzdsische Heerestheile sind bereits in Italien eingerukt und zu alle dem bringen offentliché Blàtter Nachricht von einem zwischen Frankreich und Russland abge-schlossen sein sollenden Defentìiv und Offensiv- bùndnisse. An der Schwelle eines grossen, folgenschweren Krieges bringe eine so zu Tage liegende Ungewissheit unserer politischen Situation, weil lfthniend und beirrend die Massregem, welche mit den uns zu Gebothe stehenden