Rassegna storica del Risorgimento

1859 ; AUSTRIA
anno <1937>   pagina <1577>
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L' Ultimatum austriaco del 1859
1577
Gegen diese Zumuthung crlieb t Generaladjutant Graf von Grilline energisclien Protest. Indem er furs Erste darauf hinweiset, dass in dem Falle als Oesterreich, wie sein Minister des Aeussern eklàrt, den bcvor-stehenden Kampf wirklich oline Verbundete blos mit seinen eigencn Kràften und vielleicht gegen niekrere geindliche Màchte zugleich aufzunelmien hiitte, zur Bezeichnung seiner sodann aufs Aeuaserste gefàhrdeten Lage die Analogie mit der Zeit der grosscn Kaiserin garnicht genugte, in dem die innern Zustànde des Reiches heute bei Weitem nicht dieselbe Sicherheit wie damals gewàhren, wo Ungarn es in aufopfernder Treue und Hingebung fur den Thron alien andern Landern zuvor gethan und sicli als die kràftigste Stiize erwies: muss er von dem Leiter der Politik die Darlegung unserer internationalen Situation verlangen um fur die, der Politik fremden Armee die entsprechenden Vorberei-tungen zur Erfullung ihrer Aufgabe treffen zu kònnen. Er hat ein Recht zu erstaunen, wie es nur fur denkbar oder moglich gehalten werden will, dass allcin von der Armee dieser Zwek oline jene bestimmte Richtschnur zu erreichen wàre und wie ihr dafur sogar die Verant-wortliclikeit vorgezeiclinet werden kònne. Der vòlligc Mangel an sichern Anhaltspunkten in der erwàhnten Hinsicht hat bereits zur Folge dass wir, noch vor 8 Tagen in betreff der Absichten Napoleons bis zu einem gewissen Grade beruhigt, heute von der pldzlichen Anwesenheit bedeu-tender Theile seiner Heeresmacht in Piemont uberraseht sind.
Feldzeugmeister Freiherr von Hess welcher sich an der Vertretung der Ansichten des Generaladjutanten Sr. Majestat mit vollster Zustim-mung betheiligt, kommt hiebei auf den Galkul eines Krieges am Rheine zuruk, der jenen in It alien fur uns zu erleichtern und unniittelbarer, als der leztere die Niederwerfung der Macht Napoleons herbeizufùhren bàtte. Ob wir ihn aber, ohne von Russland im Rucken bedroht zu werden, beginnen, ob wir auf eine Mitwirkung Deutsclilands oder nur auf dessen Neutralità! rechnen kònnen, miisse aufgeklàrt sein.
Im lezteren Falle wfirden wir gezwungen, misere ganze Macht nach Italien zu wenden und Deutschland unter alien Eventualitàten sich selbst zu tiberlassen. Von Preussen ist, wie es bisher den Anschein hàt, eine selbststan dige Entschiedcnheit leidcr nicht zu erwarten, es wiirde bei der jezt endlich erfolgten Annahmc der Kriegsbereitschaft fiix einen Theil seiner Armee sonst nicht ihren rein. defensiven Zwek mit so grossena Nachdruke betont haben. Es wird sich stets nach England rìchten und es zugleich wie wàhrend des orìentalischen Krieges mit Russland nicht verderben woflen. Die volle Last des Krieges welcher auf Italien nicht beschrànkt bleiben kann und wird, sondern