Rassegna storica del Risorgimento

1859 ; AUSTRIA
anno <1937>   pagina <1579>
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* Ultimatum austrìaco del 1859 1579
Indessen sind aber zur Stunde die Thntsachen BO weil herange-reift, dass alle weiteren Erwàgungen auf diesem Felde rais in einer augenbliklichen Schlussfassung nicht aufhalten dùrfen.
Die Minister Freiherr v. Back und Freiherr von Bruck sind der-selben Ansicht. Nicht durch etwaige nochmalige Verhandlungen mit den einzelnen Kabineten und nicht durch Rukkehr zran Congress-vorschlage, sagt Ersterer, wiirde misere Lage politiseli oder militataseli im Geringsten besser, vielmelir gewinut durch jeden Aufschub nur die Positura Frankreichs und Lezterer glaubt, dass uns ein eventuelles rus8Ì8ch franzosischen Bùndniss augenbliklich den Beistand Deutsch-lands und Englands, also positive Vortheile bringen wiirde. Auf die Erinnerung des F. Z. M. Hess, wie gering Englands militàrische Coope-ration in einem Continentalkriege anzuschlagen sei, deutet der Mini­ster auf die durch eine solche gewozmene Dekung unserer Kiisten, die dadurch verringerte Wahrscheinlichkeit jener Gefahr, welche ein alìgemeiner Aufstand der Christen in der Turkey, wozu alien Synxp-tomen zu folge nur das Signal Frankreichs erwartet wird, far uns her-vorrufen miisste. Er spricht iibereinstimmeud mit dem Minister des limerà tur das Gonklusum, dass jezt Sardinien unverweilt angegriffen werde, weite re Massnahmen aber sich nach der Stellung zu richten hat-ten, welche Oesterreich in folge des zu erwartenden Bnndesbeschlusses einnehmen wird.
Nochmals ergehen sich die militarischen Mitglieder der Conferenz im Naheren uber die Ghancen eines Krieges, welchen der Kaiserstaat, bereits offen angegriffen in Italien und umgeben von, zur feindlichen Erhebung vorbereiteten Volkerschaften von Montenegro an bis zur Moldau nicht unterstiizt durch das eher zaghafte als entschlossene Deutschland, vielleicht gegen zwei Grossmàchte zugleich zu fuhren Iiaben wird. Sie wiederholen hiebei die Ausdriike tiefsten Bedauerns betreff des uberrasehenden Umstandes, dass far die in solch entscheidender Grise zu ergreifenden militSrischen Vorkehrungen die unerlasslichen Anhaltspuokte hinsichtlich unserer auswàrtigen Stellung von dem Vertreter des Cabinets nicht geboten werden konnen,
Seine Majestt der Kaiser, Bezug nehmend auf den mehrerwahn-ten Antrag zur Mobilmachung beim Bande, geruhen zu erinnern, dass man hiebei die Moglichkeit des Misslingens, welches unsero Situation nur verschlimmern wiirde, im Auge behalten unisse, daher der Antrag erst Bei vorher erlangter Gewissheit, dass er reussiren werde, einzu-Bringen ist.