Rassegna storica del Risorgimento

LETTERATURA TEDESCA ; TRIESTE ; GERMANIA
anno <1951>   pagina <438>
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Iole Laureati Cervoni
Ulisse Grifoni, *) eco.), e citando infine la frase del Villari : Tutto in Italia è poli­tica, e proprio per questo facciamo una cosi brutta politica.2)
Ora, siamo d'accordo con l'Andro vie quando, nel considerare l'opinione pubblica in Italia, dice di una forte corrente contraria alla guerra, e quando riprende il motivo dell'antica rivalità fra Trieste e Venezia,3) ma non lo seguiamo più quando conclude
*) Die italienische Unwissenheit ira geographischen Facbe grenzt beinahe ans TFnglaubliche. Ulisse Grifoni gibt nns bievon folgendes Zeugnis (Natura ed Arte N. 16. J. TX 1899-1900, S. 324): Die Geograpbie, diese so nfitzliche Wissenschaft, die seit geraumer Zcit im Unterrichte der gebildetsten Kul tornationen einen so er-freulichen Aufscbwung gcnommcn hat, wurde bei uns in Italien und wird Ieider noch immer sehr vcrnachlassigt, und das in der Heimat eines Marco Polo, Christoph Co­lumbus und Amerigo Vespucci und am Ende des XIX. Jahrhunderts.
Von dieser unserer geographischen Unwissenheit babeli wir Ieider auch sehr traurige Fruente geerbtin jener unglSckseligen Kolonialunternehmung, wahrend welcher der Minister des Àussern glaubte, dass Chartum wenige Schritte von Massaua entfernt sei, ein StaatsratsprSsident die Schlussel des Mittellandischen Meeres in Massaua suchte und ein drifter noch Lebender, ebenfalls Staatsratsprasident, wah­rend eines itahenischen Krieges, der sich am Tigris ab spici te, im Parlamcnt behaup-tetc, dass Makalla im Norden von Adua liege I .
(ANDROVN;, op. cit., pag. 26-27).
a) Auch wir wollen gerade von diesem Punkte ausgehen, um zu beweisen, wie dieser neue talienische Nationalismus von literarischer Marke fttr einen ernsten und unparteischen Beurteiler die beste Probe far die Wahrheit dessen ist, was Se. Exz. P. Villari sagt, wenn cr spricht: Alles ist Politile bei uns und gerade deshatb fuhren wir so scblechte Politile. (Scritti sulla questione sociale iti Italia, G. C. Sansoni, editori, in Firenze 1902). (AKDROVIQ, op. cit., pag. 10).
3) ... Triest steht immer im Kampfe mit Venedig weil die St. Marcus Re­publik Triest als Magd und nicht als Schwester will, die aie als Nebenbuhlerin fùrch-ten miisstc (L'Adriatico per Armand v. Schweiger-Lerchenfeld. ubersetzung mit Anmerkungen von Prof. Felice De Angeli, S. 22), so sagt D'Angeli, ein bekannter und uberzeugter Irrcdcntist in einer Beilage zum Werke Schamer's ubcr das Adriatische Meer.
Die Geschichtc, die immer magister vitae ist, gibt diesen Worten volle Bestfi-tigung. Cavalli bringt in seiner Geschichte Triests mehrere Tatsachen wieder, welche die Abneigung der Triestiner gegen Venedig bezeugen. Dieses Werk wurde vom Trie-Bter Stadtrat preisgekront und die Gemeinde selbst nahm es in den eigenen Verlag.
In diesem Werke nun heisst es z. B., dass Triest verpflichtet war, der Republik jahdich am Feste des hi* Marcus funfzig Urncn Wein zu bezahlen ; diesen gemeinen Tribut, welcher im Jahre 1202 versprochen und dessen Anerkennung im Jahre 1233 wiederholt wurde wollten die Triestiner nicht mehr Ieisten (CAVALLI, La storia di Trieste S. 76) und nun awang Venedig die Stadt zu harter Knechtschaft , (In., lo., S. 77) so dass im Jahre 1287 die Triestiner mit den Waffcn in der Band die Vene-zianer vertrieben nnd sich dem Patxiarchcn ubergaben . (ID., lo., S. 78).
Im Jahre 1463 musste Triest den Dogen kniefallig um Vcrzeihung bitten und versprochen den jahrlichen Tribut wieder fortzusctzen (In., lo., S. 78) und un Jahre 1508 musste Girolamo Contarini die Stadt bombardieren, da sich dieselbe wieder empSrt batte und er muastc dieselbe zwingen, dem Dogen Gehorsam und Trcue su schworen. (I., 16., S. 100 u. 101).
(ANDBovig, op. cit. pag. 69-70).
E altrove: ... Hirtorisch ist, dass das Gcbìct, was man in Italien ola Trieste bezeichnet, niemals zur Republik Venedig, wie die benachbarten italienischen Greua-