Rassegna storica del Risorgimento
VICENZA STORIA 1848-1866; ZANELLA GIACOMO
anno
<
1976
>
pagina
<
322
>
322
Gianni A. Cisolto
Die Bcweggrunde sind in den angliegenden polizeilichen Berichtcn enthalten und die wesentliehsten derselben liegen, meines Erachtens nicbt so sehr in dem Benehmen Zanella's wahrend der Revolution skrise des J. 1848 afe in sednem vielseitigen sonstigen Verbindungen mit vielen bekanntlich scblecbt gesinnten Eamilien.
Nachdem diese Griinde derselben geblieden sind, und Zauella's Tatigkeit am hiesigen Gynmasium bereits aufgehort hat, so diirfte seine Belassung als Lehrer an demselben ungeniigend beantwortet werden als sein Wiederauftreten unter der Leitung seines friihren Untergebenen auf die so leicht erregbaren Gemiiter der studierenden Jugend hochst wahrscheiHch aufregend wirken, und leicht zu demonstrieren zu seinen Gunsten Ànlass geben konnte wodurch die Autorità! des Direktors Meggiolaro (dessen Ernennung durch die Entfernung ZaneUa's so dies zu vielen Bemerkungen Anlass gegeben hat), notwendig lei den musste. Ich kann andererseits die Bemerkung nicht unterlassen dass es bedauer-lich ware, wann in Folge daeser vorubergehenden Verhiiltnissen die Tatigkeit dem Schulhause ZaneUa's entgehen wiirde.
Venngleich derselbe sieh nicht entschieden als Anhanger der Regierung zeigt so kann man ohm doch iiicbts Bestimmtes zur Last legen und seine sonst exemplarische moralische Aufruhrung sowie seine allgemein anerkannte Herzhaf-tigkeit biirgen dafur dass er den Zwecken der Regierung nie dagegen handeln wiirde. Er ist ein Mann von nicht gewòhnlicher Befàhigung, allgemein beachtet, und gilt als einer der besten Lehrer der italienischen Literatur.
Entfernt vom offentlichen Unterricht oder dem Meggiolaro untergeordnet, der noch vor zwei Monaten unter ihm stand wiirde er in Dinge die Ralle eines Opfers und unterdriickter Kapazitat spielen.
Es scheint mir daher dass es sehr angemessen sein diirfte ein Mittel zu finden um Zanella, den vorerwahnten Verhaltndssen Rechnung tragend, dem Schulhause zu erhalten. Dieses Mittel triige, meines Erachtens in der Ernennung des Priesters Zanella zum provinzianischen Direktor bei, obwalten an einem anderen Gymnasium der italienischen Provinzen.
Soviel ich in Erfahrung gebracht habe, war es einer der Hauptgruude welche Zanella zu der Nicbtannahme der ihm zugedachten Stelle in Udine bestimmt dass er, wahrend Meggiolaro zum provisorìschen Direktor hier ernannt, er nur qua talis dahin versetzt wurde, was derselbe fiir seine Eher krankend und als ein Zeichen des Misstrauens betrachtete. Andererseits scheint er auch bestimmte Hoffnungen zu hegen als Lehrer am hiesigen Gymnasium belassen zu konnen.
Ist ihm diese Hoffnung, sowie jeder Grand si eh als gekrankt zu glauben benommen, so halle ich dafur dass Zanella einer Bestimmung in der angedeu-teten Weise anstandlos folgen wiirde. Mein ergebenster Antrag geht dennoch dahin dass Zanella iiber sein Ansuchen vom hiesigen Gymnasium verbleiben zu diirfen mit dem Bemerken abgewiesen werde, sich zu erklàren ob er eine provUorische Direktorstelle von einem der italienischen Gymnasien anzunehmen bereit ware.
Ceschi
Àrch. di Stato di Vicenza, Atti Delegazione Provinciale Austriaca, fase. 12 del 12 maggio 1861.
risoluzione del 26 marzo '64. Arch. di Stato di Vicenza, Atti Delegazione Provinciale Austriaca, fase. 14 vari numeri dell'aprile 1864, Si veda S. RUMOR, Gli scrìttoli vicentini citM II, pp. 319*320.