Rassegna storica del Risorgimento
ASBURGO RANIERI GIUSEPPE (D'); MARIA LUIGIA D'ASBURGO-LORENA, I
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Marcella Pincherle
XV
[21. May 1831.]
Meine liebe Niente. Erlauben Sie dafi Ihnen hiemit, die mir vom Baron Mistrali iiberbrachten die neue Form Ihrer Administration betreffenden Schrif-ten, von welchen ich Ihnen in meinem Brief e von vorgestern sprach, mit meinen Bemerkungen dariiber, iìbersende. Ich habe sie mit Aufmerksamkeit gelesen, und habe nur 2 Bemerkungen za machen gefunden, welche ich am Rande dee Entwurfes zum Dekrete beygesetzt habe; die Eine betrifft die Benennung der Prasideuten, welche mehr Freyheit liefte, ihnen auch fìir die Zukunft den Wirkungskreis nach ihren Fahigkeiten mehr, als nach der Abtheilung der Materìen zuzuweisen, die 2te da sich B. Mistrali mehr Arbeit zugetheilt hat, als er dann zu leisten im Stando ware, ich habe jene 2 Artikel bemerkt, welche doch gar nichts mit der Administration der Finanzen gemein haben und welche so genau mit Jener dea Innern verbunden sind, daft sie nicht leicht davon getrennt werden konnen. Im Ùbrigen bin ich vollkommen einverstanden. Ich habe so nur meine Ideen angegeben, und kann es nur Ihnen iiberlafien, ob Sie dieselhen pafiend oder nicht paBend finden. Ùbrigens glaube ich dafi in Allem vorziiglìch auf mogliche Vereinfachung der Geschafte in alien Zweigen, Ver-minderung der unnothigen Beamten, und strenge Oekonomie zu sehen sey, so wird Alles bald in Ordnung kommen und Ihr Land gliicklich werden. An B. Mistrali, welchen der ungliickliche Werklein nun als einen Jakobiner und schlechten Menschen ausschreyt, wie ich hore, haben Sie nach meiner Ansicht einen tiichtigen Beamten, er hat Talent, Fleifi, Eifer und richtige Ansiehten, er wird Ihnen niitzliche Dienste leisten. Leben Sie wohl meine liebe Nichte, schonen Sie sich fleiSig. und vollenden Sie genau Ihre Kur, um sich vollkommen von Ihrem Ùbel zu befreyen, erhalten Sie mir immer Ihre mir so theure Freundschaft, und seyen Sie versichert, dafi mir nichts so viele Freude macht, als Ihnen in Etwas nutzlich seyn zu konnen; ich bleibe zeitlebens.
Ihr ergebenster Rainer Monza den 21ten May 1831. Meine Frau lafit Ihnen recht vie! Schones sagen.
XVI
[6.VI.1831.]
Meine liebe Nichte. Ich habe Ihren lieben Brief vom 3lett dieses richtig erhalten, und eile sogleich Ihnen auf denselben zu antworten. Ich hatte mir es gleich gedacht, da!?, es in Hinsicht der Vertheilung der Attributionen in den Geschaften zwischen den 2 Prasidenten Anstande geben wird, aber, ich glaube auch dafi sie sehr leicht za heben sind. Nach der Natur der Sache sollten alle jene Gegenstiinde, welche sich auf das Innere, auf die Polizey und die Justiz beziehen, zusammen die Attributionen desjenigen des Inneren, und alle Fi-nanzgegenstande diejenigen des Presidenten der Finanz seyn; ware ein anderer