Rassegna storica del Risorgimento

ASBURGO RANIERI GIUSEPPE (D'); MARIA LUIGIA D'ASBURGO-LORENA, I
anno <1981>   pagina <37>
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II Viceré Ranieri e Maria Luigia BJ 37
Mann gefnnden worden ale Caderìni tì fiir den ersten dieser zwey Posteli, so vare diese Abtheìlnng der Geschafte auch thunlìch gewesen; aber itzt, wo oieser langsam nun in diesen Geschaften, und zugleich von untergeordnetem Talent; Mistrali dagegen voli Talent, Eifer, Fleifl und Ambition alles zu maehen ist, mufi ein anderer Ausweg getroffen werden, damit die Geschafte gehorig und zwekmafiig besorgt, und nach den Kraften der Pràsidenten betlieilt werden, weil es sonst nicht gehen wiirde; zu diesem Zwecke habe ich friiher vorgeschla-gen, die 2 Pràsidenten, Presidenti della prima, und della seconda Sezione del­l'amministrazione, zu nennen, idem Sie dadurch dann ganz freye Hand behal-ten, nicht nur gleich Jedem diejenigen Geschaftszweige zuzuweisen, welche sie fiir tauglich halten, sondern auch dann in der Zukunft mit grofiter Leichtigkeit, nachdem die Erfahrung es ab nothig zeigen wird, darinn Abanderungen treffen konnen. "Was nun die Vertheilung der Materien zwischen den 2 Pràsidenten selbst betrifft, so glaube ich dafi Ihre Idee namlich von dem 3tcn Artikel des Dekrets vom 28ten Janner 1831 den 3ten, 4ten und 5ten Theil, welche die Kommu-n al geschafte betrifft, dem Cadérmi dagegen alle iibrigen dieses Arlikels, wo-runter auch die Aque e strade begriffen sind, dem Mistrali zuzuweisen recht gut gehen konne, ich mufi aber nur bemerken, dafi er dadurch mehr bekame als ich fiir ihn angetragen, und er wohl schwerlich dieser Mafie von Geschaften gewachsen sèyn wird, woruber ich nicht urtheilen kann, da ich ihn kanm kenne; solite er diesen Geschaften gewachsen seyn, dann ware diese Eintheilung die zweckmaBigste; solite es aber fiir seine Krafte zu viel seyn, so wiirde ich rathen, lieber auch die in den obigen Abtheilungen des 3ten Artikels des oben genann-ten Dekretes, namlich 3, 4 und 5 enthaltenen, die Communi betreffenden Geschaftsgegenstande dem Mistrali zuzntheilen, welcher ohnehin als ehemaliger Gouverneur von Parma sie genau kennt, als si eh auszusetzen, dafi dieser wich-tige Theil der Admìnistration schlecht verwaltet werde. Auf diese Art schmeichle ich mir Ihre Frage, so viel es in meinen Kraften liegt, beantwortet zu haben; nun ist es an Ihnen den beyden Pràsidenten bestimmte Befehle za geben. B. Marschall, welcher diese beyden Manner am befiten kennen mufi, wird Ihnen nur rathen konnen, welcher von beyden Wegen zu ergreifen ist. Mich freut es iibrigens recht innig, wenn ich Ihnen in was immer an die Hand gehen kann, schonen Sie mich nie, und denken Sie nur dafi mich nichts mehr freut als Ihnen einen schwachen Beweis meiner Freundschaft gehen zu konnen. Im Ùbrigen hore ich mit wahrem Vergniìgen von alien Seiten, dafi es Ihnen befier geht, und dafi die Kur gut anschlagt, wenn Sie dieselbe standhaft und genan vollenden, so werden Sie gewifi ganz von Ihrem hartnackigen Ùbel befreyt wer­den. Ich freue mich schon recht innig Sie hier bey uns in Monza sehen zu konnen. ich hoffe die Luft, und etwas Entfernung von den Geschaften wird Ihnen gut thun; gut ware es wenn alle Inquisitionen in Parma aus seyn konnten wenn Sie dahin gehen werden, es wiirde fiir Sie weit angenehmer seyn. Uns geht es Alien recht gut, wir sind hier auf dem Lande, aber konnten bis itzt nicht viel davon prolitiren da es immer regnet, was auch den Feldcrn viel schadet. Donnerstag gedenke ich eine kleine Reise nach Padua zur Feyer des Santo zu unternehmen,2) welche heuer hesonders brillant seyn wird, in acht Tagen bin ich wieder hier zuriick, sonst giebt es gar nichts Neues. Leben Sie recht wohl